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Wie sich räuspern auf Deine Stimme auswirkt

Ist räuspern wirklich so schädlich für die Stimme?

Die Antwort ist ein eindeutiges JA!
Sicherlich ist es nicht weiter schlimm wenn Du Dich ab und an mal räusperst. Es gibt jedoch viele Menschen, die sich gewohnheitsmäßig räuspern. Z.B. bevor sie anfangen zu reden, oder bevor sie etwas anpacken, aus Verlegenheit, usw. Dieses ständige Räuspern kann durchaus schädlich für Deine Stimme sein.

 

Beim Räuspern reiben die Stimmlippen aneinander.

Und wo etwas aneinander reibt, entsteht Abrieb. Das ist hier nicht anders. Die Stimmlippen sind von einer dünnen Schleimhaut umgeben. Beim Räuspern wird diese abgerieben. Je öfter Du Dich räusperst, umso intensiver bildet Dein Körper neuen Schleim um den Abrieb zu kompensieren. Das gleicht einem Teufelskreis. Denn was machst Du wenn Du das Gefühl hast Du hast Schleim im Hals? Du räusperst Dich. Das ganze Spiel fängt also wieder von vorne an.

 

1x Räuspern beansprucht Deine Stimmlippen genau so wie 30 min reden nonstop.

 

Hast Du einen Räusper-Tic?

Wenn Du ständig das Gefühl hast Du musst Dich räuspern, dann prüfe warum das so ist. Ist da tatsächlich was oder ist es nur eine Angewohnheit? Wenn Du merkst dass Du Dich oft räusperst, auch ohne greifbaren Grund, dann versuche Dir diesen Räusperdrang abzugewöhnen.

 

Du kannst statt Dich zu räuspern folgendes tun:

  1. Das Gefühl übergehen und gar nichts machen
  2. Kräftig schlucken
  3. Etwas trinken
  4. Wenn das alles nicht hilft: leicht husten

Es ist grundsätzlich besser leicht zu husten, als Dich zu räuspern.

 

Alles Liebe Deine Claudia

Singen ist (auch) Kopfsache

Singen hat nicht allein etwas mit der richtigen Gesangstechnik zu tun. Nicht allein damit, dass Du Talent hast. Es ist oft der Kopf der uns an schwierigen Stellen im Song einen Strich durch die Rechnung macht.

Viele Sängerinnen und Sänger haben bei jedem Auftritt eine Auswahl an Medikamenten dabei. Ipalat Pastillen, irgendwelche anderen Bonbons, Sprays, und was es da alles gibt. Okay, es ist nicht von der Hand zu weisen dass es sich im Hals gut anfühlt wenn man ein Husten- oder Halsbonbon lutscht. Aber ist es wirklich notwendig all das in sich reinzustopfen und Medikamente zu nehmen um singen zu können?

Weißt Du, vielleicht liegt der Hund ja ganz woanders begraben. Vielleicht ist es ja so dass Du Dich nicht ausreichend gut vorbereitet hast. Dass Du Deine Stimme nicht gut trainiert hast. Nicht regelmäßig übst? Oder dass Du mit Lampenfieber kämpfst? Das Gefühl hast, Du kannst dem Druck nicht stand halten? Du hast Angst vom Publikum nicht akzeptiert zu werden oder mitten im Song abzuschwächeln und Dich zu blamieren? Du stehst mit Leuten auf der Bühne denen Du nicht vertraust, die Du nicht kennst und nicht weißt wie sie agieren?

Es gibt so viele Gründe für psychischen Druck der einem das Singen erschwert.

Grundlegend ist es aber Fakt dass es, wenn Du grundsätzlich in der Lage bist richtig und gut zu singen,  Kopfsache ist Dein Können auf der Bühne umzusetzen. Und zwar frei – im Kopf.

Du machst Dir zu viele Gedanken darüber was die anderen, das Publikum von Dir denkt? Dann lass Dir sagen dass sie genau spüren was los ist und entsprechend über Dich denken. Du bist aufgeregt, schlecht vorbereitet und innerlich unsicher. Das merken Deine Zuschauer und Zuhörer. Und genau das denken sie dann auch über Dich.

Du bist gut vorbereitet, freust Dich auf den Auftritt und darüber gemeinsam mit dem Publikum einen schönen Abend zu haben? Auch das merken Deine Zuhörer. Und genau das denken sie über Dich.

Was aber will Dein Publikum sehen?

Wenn ich zu einer Band gehe möchte ich unterhalten werden. Ich möchte eine gute Zeit haben. Ich möchte Spaß haben. Vielleicht auch musikalisch überrascht werden, an der einen oder anderen Stelle. Ich möchte Musiker sehen, die gerne auf der Bühne stehen. Ich möchte sehen wie Musiker ihre ganz persönlichen Facetten präsentieren. Wie sie sich selbst feiern und miteinander Spaß haben.

Du kannst positive Energie nur rüberbringen, wenn Du sie auch in Dir hast. Deswegen gilt folgendes:

1. Bereite Dich gut vor: kenne die Songs. Übe stetig um stimmlich fit zu sein.

Informiere Dich rechtzeitig über den Ablauf des Auftritts wie den zeitlichen Ablauf, die Anfahrt, das Programm, usw. Habe Dein Equipment im Griff und alles dabei und in ordentlichem Zustand. Das gilt auch für Deine Noten. Die kannst Du schon vorab sortieren und so aufbereiten dass sie Dir auch helfen und Dich nicht beim arbeiten behindern. Sei frühzeitig da. Plane Deine Zeit lieber großzügig. Zeitdruck ist etwas ganz übles wenn man sowieso schon unter Strom steht. Richte Deine Tasche am besten schon am Vortag. Und zwar auch mit den Klamotten die Du auf der Bühne tragen willst. Bereite alles so gut wie möglich vor. Nimm Dir am Auftrittstag nichts sonst mehr vor. Fang nicht an kurz vor dem Gig noch in die Songs reinzuhören. Die müssen bis zu diesem Zeitpunkt sitzen! Sonst wird das nix! Gute Vorbereitung ist das A&O und unglaublich hilfreich um auf der Bühne einen freien Kopf zu haben.

2. Sei Dir bewusst dass es einen Grund hat warum Du da oben stehst

und nicht ein X-Beliebiger aus dem Publikum.

Du kannst was! Sonst hätte die Band Dich nicht engagiert. Also hör auf an Dir und Deiner Person, Deinem Können, Deinem Aussehen zu zweifeln! Du bist genau deswegen genau dort, weil Du bist wer Du bist! Zelebriere das! Sei einfach Du! Schalte dem Miesmacher und dem Pessimisten in Deinem Kopf einfach den Strom ab. Verbiete ihm den Mund. Er will Dir nichts Gutes tun. (zu diesem Thema folgt noch ein seperater Beitrag, ich werde ihn hier dann verlinken)

Zusammenfassend möchte ich sagen, es ist tatsächlich oft der Kopf der einem einen Strich durch die Rechnung macht.

Du denkst, den hohen Ton treff ich diesmal wieder nicht. Dann wird das so sein. Du denkst: cool, gleich kommt wieder der hohe Ton, den hau ich diesmal raus dass die Gläser zerspringen! Dann wird auch das so sein. Wenn Du gut vorbereitet bist, und Dein Kopf auf positiv eingestellt ist, dann kann nichts mehr passieren.

 

Ich wünsche mir für Dich, dass Du genau der sein kannst der Du sein möchtest und das so richitg geniessen kannst.

Deine Claudia