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Bestimmt kennst Du das: Du machst etwas von dem Du nicht überzeugt bist. Oder Du denkst Du musst es tun, möchtest es aber eigentlich gar nicht. Du hast Dich überreden lassen. Bist in eine Rolle gedrängt worden in die Du gar nicht hineingehörst. Es hat sich irgendwie so eingebürgert. Und jetzt ist es halt so.

Du bist mit Deinen Lebensumständen nicht zufrieden. Möchtest vielleicht mehr Musik machen, mal was anderes ausprobieren. Einen langehegten Traum verwirklichen. Aber Du machst es nicht. Aus welchen Gründen auch immer.

Und da ist es: dieses Gefühl…

Dieses Gefühl der Unzufriedenheit. Jedesmal wenn Du in die Situation kommst etwas machen zu müssen das Du eigentlich gar nicht willst und das Dir eigentlich auch nicht liegt. Du fühlst dich unter Druck gesetzt. Du wärst gern woanders, würdest jetzt gerne etwas anderes machen.

Ich kenne das auch. Wenn ich mich mal wieder überreden lassen habe etwas zu machen von dem ich eigentlich genau wusste, dass ich das nicht möchte. Oder wenn ich Dinge vor mir hergeschoben habe die längstens erledigt sein müssten… weil ich sie eigentlich gar nicht machen wollte. Oftmals wusste ich aber auch nicht woher dieses blöde Gefühl kam. Es kam plötzlich. Es äußerte sich in Unbehagen, schlechter Laune, dem Gefühl getrieben zu sein, bedrängt zu werden. Ich merkte dass etwas nicht stimmte, konnte es aber nicht zuordnen. Denn eigentlich war ja alles ok so wie es war.

Ich habe dann angefangen mich in solchen Situationen selbst zu analysieren. Wann taucht dieses Gefühl auf, mit was hängt es zusammen. Ich habe mich selbst beobachtet. Mir überlegt was ich eigentlich will – was will ich im Beruf, mit der Musik, was privat erreichen. Als ich mir klar darüber war was ich will, wurde mir auch klar, was mir dieses schlechte Gefühl gab.

Und dann habe ich etwas wichtiges gemacht: Ich habe eine Entscheidung getroffen.

Ich habe mich entschieden, bestimmte Dinge nicht mehr zu tun, andere öfter zu machen und was soll ich sagen, ab diesem Tag ging es mir viel besser! Dieses dämliche Gefühl ist weg. Einfach weg.

Wer weiß ob meine Entscheidungen immer richtig sind oder waren, also ich kann das nicht mit Sicherheit sagen. Ist mir aber auch egal. Ein Leben nach dem Motto Hätte-Hätte-Fahrradkette war eh noch nie mein Ding. Ich hab mich entschieden, und diese Entscheidung trag ich jetzt. Mit allen Konsequenzen. Positiven und negativen. Erfahrungsgemäß überwiegen aber die positiven. Zumindest empfinde ich das so – weil ich mich selbst und freiwillig dafür entschieden habe das so zu machen.

Manchmal bedeutet diese Entscheidung mehr Arbeit.

Manchmal bedeutet diese Entscheidung mehr Arbeit. Weniger Schlaf. Unangenehme Gespräche zu führen. An die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit zu gehen. Aber eben auch: Zufriedenheit. Selbstbestimmung. Freude. (innere) Ruhe. Glück. Freiheit. Unabhängigkeit.

Wenn Dich also etwas plagt, analysiere was es ist und warum es Dich plagt. Dann überlege, was Du jetzt tun würdest wenn Du frei entscheiden könntest. Wenn Du losgelöst wärst von sämtlichen Verpflichtungen, Fremdmeinungen, gesellschaftlichen Zwängen. Kannst Du den Ist-Zustand aktzeptieren? Kannst Du ihn verändern? Oder ist es Zeit los zu lassen? Und nun triff eine Entscheidung. Und zieh es durch. Mit allen Konsequenzen. Du wirst sehen dass Du Dich schnell besser fühlst.

Was heisst das jetzt für mich als Musiker?

Genau wie im „normalen“ Leben musst Du auch als Musiker von Zeit zu Zeit Entscheidungen treffen. Sei es in welcher Band Du spielst, welche Art von Musik Du machst, ob Du Musik hauptberuflich oder nebenberuflich machst, ob Du Dich weiterentwickeln möchtest, mehr spielen, alles so lassen wie es ist,…und und und…  Immer wieder wirst Du an den Punkt kommen wo Du merkst, ich muss mich entscheiden. Und dann tu es!

Sei mutig und triff Entscheidungen. Es lohnt sich.

 

Alles Liebe

-Claudia-