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Was tun bei Lampenfieber

Vor Publikum aufzutreten kann manchmal ganz schön beängstigend sein. Schaff ich das? Was wenn ich den Text vergesse? Die Tonart nicht mehr weiß? Oder wenn das Publikum mich einfach nicht mag? Lampenfieber macht sich breit.

Viele, wirklich viele, Musiker haben vor dem Gig mit Lampenfieber zu kämpfen. Aber was ist Lampenfieber eigentlich? Woher kommt es, warum bekommen wir es und wie gehen wir damit um?

Diesen Fragen wollen wir heute auf den Grund gehen. Fangen wir also vorne an:

Was ist Lampenfieber eigentlich?

Wenn wir in Stress kommen, in Situationen geraten in denen wir uns bedroht fühlen, dann werden in unserem Körper verstärkt Stresshormone ausgeschüttet. Es gibt verschiedene Ängste, die diesen Zustand auslösen können. Z. B. die Angst vor Zurückweisung oder vor die Angst vor dem Scheitern, um nur 2 mal zu nennen.  Unser Körper reagiert auf unsere Angst-Gedanken: Achtung, Gefahr im Verzug! Er setzt ein Programm zur Lebensrettung in Gang. Er begibt sich in Kampfhaltung bzw. stellt sich aufs Wegrennen ein. Der Körper produziert Adrenalin, die Muskeln werden stärker durchblutet, der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, Du fängst an zu schwitzen, flach zu atmen. Richtiges Denken ist kaum noch möglich. Deine ganze Energie fließt in dieses Überlebensprogramm. Du könntest wegrennen. Dein Körper ist bereit dazu. Oder Du beginnst zu kämpfen. Kein Problem. Beides ist in unserem Fall jedoch wenig sinnvoll. Vor dem Gig einfach wegzurennen ist genau so kontraproduktiv wie sich mit dem Publikum ein Kämpfchen zu liefern.

Stellt sich also die zweite Frage: Wie gehe ich mit Lampenfieber um?

Grundsätzlich is Lampenfieber ja nichts schlechtes. Es macht uns wach, schärft unsere Sinne und lässt uns der Situation mit dem nötigen Respekt begegnen. Trotzdem ist es natürlich klar, dass es uns wenig hilft wenn wir unter den oben genannten Symptomen leiden und dann auf die Bühne sollen. Es gibt aber ein paar Strategien, die uns helfen mit dem Lampenfieber umzugehen und für uns zu nutzen. Schauen wir uns drei davon mal genauer an.

Atmen – Positive Gedanken – Bewegung

  1. Atmen!
    Tiefes und gleichmäßiges Atmen helfen zu entspannen. Diese Übung kurz vor dem Gig zu machen hilft, dem Lampenfieber Herr zu werden und wieder etwas runter zu kommen.
    So gehts: Atme langsam und tief durch die Nase ein. Halte die Luft für einige Sekunden (ca. 5-10) und atme dann langsam wieder aus. Wiederhole diese Übung einige Male. Sie hilft Dir sofort, Dich zu entspannen.
  2. Positive Gedanken
    Dieser ganze Stress mit dem Lampenfieber entsteht durch Angst. Durch die Angst zu scheitern, oder sich zu blamieren zum Beispiel. Ersetze diese Gedanken durch positive Gedanken. Denke nicht „ich werde mich bestimmt blamieren weil ich mich nicht so gut bewegen kann“ sondern ersetze diesen Gedanken durch „es ist egal dass ich mich nicht so gut bewegen kann. Das Publikum merkt, dass ich Spaß daran habe auf der Bühne zu sein und meine Freude wird sich auf das Publikum übertragen“. Woher kommt Dein Lampenfieber? Wie könnte Deine positive Affirmation aussehen? Nutze die Kraft der positiven Affirmationen für Dich.
  3. Bewegung
    Bewegung hilft. Lauf ein paar mal auf und ab, oder bewege Dich auf der Bühne. So kommst Du dem Wunsch Deines Körpers nach Flucht etwas entgegen und kannst die überschüssige Energie abbauen.

Versuche für Dich herauszufinden welche Strategie am besten hilft, Dein Lampenfieber in den Griff zu bekommen.

Wie bereits gesagt, ist Lampenfieber nichts schlimmes und die meisten Musiker haben es. Es ist auf der einen Seite sehr unangenehm, kann uns aber auf der anderen Seite auch helfen. Es lässt uns wach und mit geschärftem Blick an die Sache heran gehen. Wenn wir die Auswirkungen wie das Schwitzen oder die wackeligen Beine also in den Griff bekommen, ist Lampenfieber in der Summe gar nicht sooo schlecht.

Bis bald, Deine

-Claudia-

Singen ist (auch) Kopfsache

Singen hat nicht allein etwas mit der richtigen Gesangstechnik zu tun. Nicht allein damit, dass Du Talent hast. Es ist oft der Kopf der uns an schwierigen Stellen im Song einen Strich durch die Rechnung macht.

Viele Sängerinnen und Sänger haben bei jedem Auftritt eine Auswahl an Medikamenten dabei. Ipalat Pastillen, irgendwelche anderen Bonbons, Sprays, und was es da alles gibt. Okay, es ist nicht von der Hand zu weisen dass es sich im Hals gut anfühlt wenn man ein Husten- oder Halsbonbon lutscht. Aber ist es wirklich notwendig all das in sich reinzustopfen und Medikamente zu nehmen um singen zu können?

Weißt Du, vielleicht liegt der Hund ja ganz woanders begraben. Vielleicht ist es ja so dass Du Dich nicht ausreichend gut vorbereitet hast. Dass Du Deine Stimme nicht gut trainiert hast. Nicht regelmäßig übst? Oder dass Du mit Lampenfieber kämpfst? Das Gefühl hast, Du kannst dem Druck nicht stand halten? Du hast Angst vom Publikum nicht akzeptiert zu werden oder mitten im Song abzuschwächeln und Dich zu blamieren? Du stehst mit Leuten auf der Bühne denen Du nicht vertraust, die Du nicht kennst und nicht weißt wie sie agieren?

Es gibt so viele Gründe für psychischen Druck der einem das Singen erschwert.

Grundlegend ist es aber Fakt dass es, wenn Du grundsätzlich in der Lage bist richtig und gut zu singen,  Kopfsache ist Dein Können auf der Bühne umzusetzen. Und zwar frei – im Kopf.

Du machst Dir zu viele Gedanken darüber was die anderen, das Publikum von Dir denkt? Dann lass Dir sagen dass sie genau spüren was los ist und entsprechend über Dich denken. Du bist aufgeregt, schlecht vorbereitet und innerlich unsicher. Das merken Deine Zuschauer und Zuhörer. Und genau das denken sie dann auch über Dich.

Du bist gut vorbereitet, freust Dich auf den Auftritt und darüber gemeinsam mit dem Publikum einen schönen Abend zu haben? Auch das merken Deine Zuhörer. Und genau das denken sie über Dich.

Was aber will Dein Publikum sehen?

Wenn ich zu einer Band gehe möchte ich unterhalten werden. Ich möchte eine gute Zeit haben. Ich möchte Spaß haben. Vielleicht auch musikalisch überrascht werden, an der einen oder anderen Stelle. Ich möchte Musiker sehen, die gerne auf der Bühne stehen. Ich möchte sehen wie Musiker ihre ganz persönlichen Facetten präsentieren. Wie sie sich selbst feiern und miteinander Spaß haben.

Du kannst positive Energie nur rüberbringen, wenn Du sie auch in Dir hast. Deswegen gilt folgendes:

1. Bereite Dich gut vor: kenne die Songs. Übe stetig um stimmlich fit zu sein.

Informiere Dich rechtzeitig über den Ablauf des Auftritts wie den zeitlichen Ablauf, die Anfahrt, das Programm, usw. Habe Dein Equipment im Griff und alles dabei und in ordentlichem Zustand. Das gilt auch für Deine Noten. Die kannst Du schon vorab sortieren und so aufbereiten dass sie Dir auch helfen und Dich nicht beim arbeiten behindern. Sei frühzeitig da. Plane Deine Zeit lieber großzügig. Zeitdruck ist etwas ganz übles wenn man sowieso schon unter Strom steht. Richte Deine Tasche am besten schon am Vortag. Und zwar auch mit den Klamotten die Du auf der Bühne tragen willst. Bereite alles so gut wie möglich vor. Nimm Dir am Auftrittstag nichts sonst mehr vor. Fang nicht an kurz vor dem Gig noch in die Songs reinzuhören. Die müssen bis zu diesem Zeitpunkt sitzen! Sonst wird das nix! Gute Vorbereitung ist das A&O und unglaublich hilfreich um auf der Bühne einen freien Kopf zu haben.

2. Sei Dir bewusst dass es einen Grund hat warum Du da oben stehst

und nicht ein X-Beliebiger aus dem Publikum.

Du kannst was! Sonst hätte die Band Dich nicht engagiert. Also hör auf an Dir und Deiner Person, Deinem Können, Deinem Aussehen zu zweifeln! Du bist genau deswegen genau dort, weil Du bist wer Du bist! Zelebriere das! Sei einfach Du! Schalte dem Miesmacher und dem Pessimisten in Deinem Kopf einfach den Strom ab. Verbiete ihm den Mund. Er will Dir nichts Gutes tun. (zu diesem Thema folgt noch ein seperater Beitrag, ich werde ihn hier dann verlinken)

Zusammenfassend möchte ich sagen, es ist tatsächlich oft der Kopf der einem einen Strich durch die Rechnung macht.

Du denkst, den hohen Ton treff ich diesmal wieder nicht. Dann wird das so sein. Du denkst: cool, gleich kommt wieder der hohe Ton, den hau ich diesmal raus dass die Gläser zerspringen! Dann wird auch das so sein. Wenn Du gut vorbereitet bist, und Dein Kopf auf positiv eingestellt ist, dann kann nichts mehr passieren.

 

Ich wünsche mir für Dich, dass Du genau der sein kannst der Du sein möchtest und das so richitg geniessen kannst.

Deine Claudia

Image und Selbstvermarktung

Wie entwickle ich ein authentisches Image?

Egal ob Du eine Band gründen, Dich als Solokünstler vermarkten oder Dich bei einer bestehenden Band bewerben willst – Du brauchst ein Image! Und das muss echt sein. Denn nur so kannst Du ein glaubwürdiges Bild nach außen abgeben.

Doch was ist überhaupt ein Image?

Image (englisch: Erscheinungsbild) lässt sich definieren als die „Gesamtheit der Vorstellungen, die eine Person von sich selbst oder von anderen Personen hat“.  Der Begriff Image wird  mit unbewussten und bewussten Gefühlen, Einstellungen, Meinungen, aber auch Vorurteilen assoziiert. Dabei spielen Persönlichkeit und Charakter eine wichtige Rolle.

Nur wenn ich meine Persönlichkeit kenne, kann ich ein authentisches Image aufbauen!

Wie vermarkte ich mich selbst?

Ganz wichtig, was ich vorab kurz erwähnen möchte, ist der erste Eindruck. Dieser wird innerhalb von wenigen Sekunden gebildet. Dabei spielen Kleidung, Körperhaltung und Gesichtsausdruck eine zentrale Rolle.

Wenige Sekunden genügen, um vom äußeren Eindruck auf die inneren Werte zu schließen.

Wenn Du Deine Persönlichkeit kennst und weißt, wie Du nach außen wirken willst, ist der nächste Schritt das Selbstmarketing. Du musst wissen, wo Deine Stärken und Schwächen liegen und diese gekonnt einsetzen. Je besser Du die Formen Deiner Selbstdarstellung kennst, desto besser kannst Du Dich selbst und Dein wahres Ich zeigen – eine bessere Werbung in eigener Sache gibt es nicht!
Um Dich überzeugend zu vermarkten brauchst Du vor allem Mut, um Aufmerksamkeit zu erregen. Und Du brauchst Ideen, wie Du Dich mit Deinem Talent gekonnt präsentierst um aufzufallen. Um Werbung in eigener Sache zu machen, nutzen die meisten heutzutage Social Media Plattformen wie Facebook, youtube oder spezielle Musikerplattformen. Neben der virtuellen Präsentation ist es aber auch wichtig gegenüber anderen Musikern oder Menschen die für Deine Karriere eine wichtige Rolle spielen Sympathie auszutrahlen. Das heißt z. B. in einem Gespräch Aufmerksamkeit zu zeigen und Interesse signalisieren, oder Gemeinsamkeiten betonen die Dir aufgefallen sind. Dadurch merkt Dein Gegenüber, dass Du wirklich Interesse hast – wichtig dabei ist: bleib Du selbst und ehrlich!

Bleibe immer Du selbst und ehrlich – das ist die beste Werbung in eigener Sache. Und die Menschen, die selbst ehrlich sind, schätzen diese Eigenschaft.

Deine

Julia Pfarr, Sängerin und Grafikerin
www.stagedress.com


Mehr zum Thema Image findest Du im Beitrag „So baust Du Dir ein authentisches Image auf“


Falls Du sowieso ein starker Selbstdarsteller bist, macht es Dir wahrscheinlich kaum Mühe Dich überzeugend zu vermarkten. Es gibt aber auch Musiker, die mit dem Thema Image und Selbstvermarktung nichts anfangen können und nicht genau wissen, wie und wo sie starten sollen. Wenn Du zu dieser Gruppe gehörst, dann melde Dich bei mir.

Schreib mir eine email an kontakt@claudia-erlenbusch.de

Vielen Dank Julia, für diesen Artikel!

 

Warum ist es so wichtig ein Image zu haben?

Ein Image, das hat Julia in ihrem Gastbeitrag  „Image & Selbstvermarktung“ beschrieben, ist unabdinglich für jemanden der ein authentisches, glaubwürdiges Bild nach aussen abgeben möchte. Es hilft Dir, Dich von anderen abzugrenzen. Du wirst sofort, bereits auf den ersten Blick, einer Gruppe zugeordnet. Deine Fans können Dich besser einschätzen und sich mit Dir identifizieren. Auch gibt Dein Image einen Rahmen vor. Es beeinflusst die Art und Weise wie andere auf Dich zugehen und wie Du auf sie wirkst. Es bildet Dich ab. Im besten Fall so wie Du bist.

Wie komme ich zu einem passenden Image für mich?

Du solltest Dir folgende Fragen stellen um Dir Klarheit über Dein Image zu schaffen:

  • Für was stehst Du?
  • Aus welcher Szene kommst Du?
  • Wie möchtest Du wahr genommen werden?
  • Wo liegen Deine Stärken?
  • Wo liegen Deine Schwächen?
  • Was denken Deine Fans über Dich?
  • Können Sie sich mit Dir identifizieren?
  • Was möchtest Du ausdrücken? Was ist Deine Botschaft?

Wenn Du Dir über all diese Punkte im Klaren bist, dann kannst Du anfangen Dir folgendes zu überlegen:

  1. Dein Auftreten:
    Wie trete ich auf, bin ich selbstbewusst, bin ich fordernd, bin ich nett, oder möchte ich provozieren? Was möchte ich auslösen bei meinen Zuhörern und Zuschauern?
  2. Dein Aussehen:
    Welchen Kleidungsstil trage ich, wie kleide ich ich mich? Wie trage ich meine Haare? Habe ich ein besonderes Merkmal das ich hervorheben möchte oder will ich durch extravagante Kleidung bestechen? Will ich cool und lässig wirken? Oder eher streng? Manchmal ist das Outfit quasi schon durch die Art der Musik die Du machst vorgegeben. Beispiel: Hip Hop – da hast Du schlechte Karten wenn Du in bayrischer Trachtenmontur auftauchst. Das passt einfach nicht. Oder wenn Du als Hochzeitssängerin arbeitest, dann sind supersexy-superknappe Röcke mit Lackstiefeln nicht so geeignet, die kommen dann eher als Rocklady in einer Rockband gut an. Gehe über die Musik die Du machst an Dein Outfit. Lege Dir Stilwörter zurecht Die Dein Outfit beschreiben. An diese kannst Du Dich immer halten und wirst es so leichter haben Dir ein Outfit bzw. Deinen Look zurechtzulegen.
  3. Deine Fans:
    Wer sind meine Fans? Wen möchte ich ansprechen? Wer ist die Zielgruppe meiner Musik? Passt mein Auftreten und mein Aussehen zu meinen Fans? Können sie sich mit mir identifizieren?

Ein stimmiges Image zu haben kann Dir wirklich helfen – wenn es zu Dir passt.

Beobachte einfach folgendes mal bei Dir selbst: Schau Dir Musiker an, bekannte, berühmte, oder welche aus Deinem Umfeld. Wer hat ein Image? Wer hat eine Linie in seinem Auftreten? Wer zieht diese Linie gnadenlos durch? Und wie wirkt er/sie auf Dich?

Ich finde Image ist ein unglaublich spannendes Thema, also wenn Du magst, schreib mir Deine Erfahrungen! Oder melde Dich, wenn Du Hilfe dabei brauchst, Dir Dein eigenes Image aufzubauen. Und zwar eines das auch zu Dir passt! Ich helfe Dir dabei.

Alles Liebe , Deine

-Claudia-

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete!

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete! – Stimmt doch, oder?

Wir hatten erst vor kurzem wieder so einen AHA-Moment diesbezüglich. Wir hatten einen Gig und haben Titel gesungen, die wir schon gefühlte 1000x performt haben.

Das heißt, wir haben die Vorbereitung auf diesen Gig etwas schleifen lassen. Sagen wir mal, sie war nicht vorhanden. Wir konnten unser Zeug, keine Frage.

Es hat auch alles funktioniert – ABER wir konnten den Auftritt nicht so richtig genießen. Warum?

Wir waren aufgeregt. Wir gingen vorab die Songs nochmal durch. Hatten plötzlich das Gefühl den Text nicht mehr zu wissen. Oder waren uns unsicher mit der Melodie. Wir singen 3-stimmig, da muss es passen. Wir standen kurz vor dem Auftritt hinter der Bühne und hatten den Kopf voll mit Gedanken wie: Wie fängt die 2. Strophe an? Kommt die Bridge schon nach dem ersten Refrain? Wie oft kommt überhaupt der Refrain? Was haben wir nochmal ausgemacht, wann kommt die vereinbarte Schrittfolge?

Ich kann Dir sagen, das ist wirklich nervenaufreibend. Und so unnötig!

Normalerweise sind wir wirklich gut vorbereitet. Wir sprechen alles vorab nochmal durch, proben unklare Stellen, singen die Songs noch einmal gemeinsam durch. Dann gehen wir auf die Bühne, alles läuft ohne Probleme und wir genießen den Auftritt und haben Spaß.

Dieses Mal wars nicht so. Wir haben es einfach im Vorfeld schleifen lassen.

Uns hat das im nachhinein so geärgert, dass wir beschlossen haben dass uns das nie mehr passieren wird. Auch Songs die wir schon sehr oft gesungen haben und bei denen wir uns eigentlich sicher sind, werden wir in Zukunft vorab noch einmal durchgehen. Das gibt uns Sicherheit. Das schafft uns eine gute Basis um den Gig richtig zu genießen.

Und dann macht das Ganze auch richtig Spaß!

  • Bereite Dich gut auf den Gig vor, auch wenn Du Songs spielst oder singst die Du schon 1000x performt hast. Mache Dir im Vorfeld Gedanken, ob Du an irgendeiner Stelle nochmal nacharbeiten musst oder Dir etwas unklar ist.
  • So kannst Du den Auftritt absolut genießen und eine lockere und souveräne Performance abliefern.
  • Du musst immer genau wissen was Du tust. Das gibt Dir Sicherheit.

 

Wie immer freue ich mich über Dein Feedback als Kommentar oder als Mail an kontakt@claudia-erlenbusch.de

Alles Liebe und bis bald

-Deine Claudia-

Authentizität als Sängerin

Was ist Authentizität?

Als authentisch bezeichnet man jemanden, der selbsbestimmt handelt. Der sich nicht von äußeren Einflüssen verunsichern oder manipulieren lässt. Jemand der authentisch ist wirkt echt, mit sich selbst im Reinen. Ich kenne einige Sänger und Sängerinnen in meinem Umfeld die für mich authentisch wirken. Das finde ich klasse. Denn so erreichen sie die Menschen und hinterlassen (auch bei mir) einen positiven Eindruck. Ich kann sie besser einschätzen. Ich weiß woran ich bin.

Um sich selbst als authentisch zu erleben, müssen laut den beiden Psychologen Michael Kernis und Brian Goldman 4 Kriterien erfüllt sein:

  • Bewusstsein:

    Jemand der authentisch ist, kennt seine Stärken und seine Schwächen. Er kennt seine Gefühle, weiß wie er sich in bestimmten Situationen verhält. Das erfordert, dass er über sich selbst reflektiert, sich von aussen betrachtet. Nur dadurch kann er sich selbst bewusst werden.

  • Ehrlichkeit:

    Schau der Welt um Dich herum direkt ins Auge. Nehme auf, was positiv auf Dich zukommt, lerne aber auch negatives Feedback zu aktezptieren. Sei ehrlich zu Dir selbst und aktzeptiere auch die Ehrlichkeit der anderen.

  • Konsequenz:

    Eine authentischer Mensch legt großen Wert auf seine Werte. Er setzt sich nicht über seine eigenen festgelegten Grenzen hinweg. Er handelt stets nach seinen Werten. Auch wenn es für ihn manchmal nicht von Vorteil ist.

  • Akzeptanz:

    Jeder Mensch hat Schwächen und negative Eigenschaften. Jemand der authentisch ist, akzeptiert aber auch diese Charaktereigenschaften an sich zu 100%.

Jemand wird als authentisch bezeichnet wenn er echt wirkt. Wenn er natürlich und unverbogen rüberkommt. Du siehst also, Authentizität ist keine Eigenschaft. Es ist eine Wirkung. Du wirst nie authentisch wirken wenn Du andere Musiker kopierst. Wenn Du jemanden imitierst. Sei du selbst, oder eben das was Du sein willst. Überlege Dir wie Du wirken willst. Dann bist Du am besten.

Fühlst Du Dich authentisch auf der Bühne? Fühlst Du Dich repräsentiert? Was sind Deine Werte, Deine Stärken und Schwächen? Sie zu kennen ist grundlegend wichtig für eine authentische Performance.

Zu Authentizität gehört meiner Meinung nach auch das man hinter, neben und vor der Bühne weiß was man will, was man kann und wohin man möchte. Es hat auch damit zu tun, sein persönliches Ziel zu kennen und entsprechend zu handeln. Überlege Dir genau was Du tun willst, in welche Richtung Du gehen willst. Dann fällt Dir die Auswahl Deiner Jobs & der Bands für die Du spielst viel leichter. Lerne auch mal Nein zu sagen wenn Du von jemandem angefragt wirst dessen Projekt nicht zu Dir passt. Auch das ist Authentizität.

Du siehst also, authentisch zu sein ist eigentlich ganz einfach. Und dann auch wieder nicht 🙂 Wenn Du Dir aber mal im Klaren darüber bist was Du kannst, was nicht, wohin Dein Weg gehen soll und wie Du ihn erreichen willst, dann bist Du auf einem guten Weg ein authentisch wirkender Künstler zu werden.

 

Deine Claudia

Du willst auf die Bühne? Dann brauchst Du ein Song Repertoire

Jeder Sänger der sich mit seiner Bühnenperformance auseinandersetzt wünscht sich ein Tutorial das ihm sagt mach dies, mach jenes und dann ist Deine Performance perfekt.

So einfach ist das aber leider nicht. Genauso individuell wie die Musiker & Sänger, die Art der Musik die gemacht wird und die Rahmen der Veranstaltungen sind auch die Performances. Jeder Einzelne hat da seine eigene Art. Es ist also klar, dass es kein allerwelts-Tutorial geben kann.

Dennoch habe ich hier 10 allgemeingültige Performance Tipps für Dich zusammengestellt:

  1. Bereite das Programm richtig gut vor. Kenne es in und auswendig. So, dass Du es im Schlaf beherrschst. Wenn Du Dich auf der Bühne nicht mehr mit Dingen beschäftigen musst wie Text vergessen, Einsatz kriegen usw., dann kannst Du Dich auf die Performance konzentrieren.
  2. Wenn Du die Songs vorbereitest, dann erarbeite sie: überlege Dir um was es geht, visualisiere sie, was passiert, um wen oder was geht es, welche Gefühle löst das in Dir aus. Diese Haltung zum Song nimmst Du dann mit auf die Bühne. Wenn es Dir hilft, übersezte englische oder andersprachige Titel ins deutsche.
  3. Nicht jeder Song muss angesagt werden. Es reicht auch wenn nach jedem 2. 0der 3. Titel etwas gesagt wird. Berücksichtigt bei den Moderationsüberlegungen aber unbedingt die Ausrichtung und das Ziel der Band. Eine Partyband agiert anders als ein Jazztrio. Die Moderation sollte immer dem Anlass entsprechen.
  4. Sei Du selbst! Verstelle Dich nicht! Du musst Dich auf der Bühne wohl fühlen. Dann kommst Du auch gut rüber. Wenn Du Dich nicht wohl fühlst auf der Bühne, dann überlege warum das so ist, und versuche eine Lösung zu finden.
  5. Überlege Dir wie Du wirken willst: cooler Player? Diva? abgezockter Rocker? netter Kumpel von nebenan? Ensprechend sieht dann auch Deine Performance aus.
  6. Wähle entsprechend auch Deine Bühnenkleidung aus. Das richtige Outfit ist ein entscheidender Wohlfühlfaktor für die Bühne. Du musst Dich in Deinem Bühnenoutfit wohl und sicher fühlen. Es kann einen großen Beitrag leisten und Dir ein gutes Gefühl geben. Und das spiegelt sich in Deiner Performance wieder.
  7. Halte Deine Bühnenperformance im Zweifel lieber einfach aber sicher, als zuviel und nicht „rund“
  8. Wenn Du für die Moderation zuständig bist, dann überlege Dir im Vorfeld was Du sagen möchtest. Formuliere Deine Moderationen aus. Übe sie. Entweder mit imaginärem Publikum oder vor Freunden.
  9. Schreibe Dir ruhig Stichworte für Deine Moderationen auf und lege sie auf die Bühne. So verlierst Du nicht den Faden.
  10. Mach das, was die Musik Dir sagt! Lass die Musik auf Dich wirken. Und sie wird Dich bewegen. Du wirst automatisch die richtigen „Moves“ wählen, wenn Du die Musik spürst.

Ein wichtiger Gedankenanstoss zum Thema Moderation ist vielleicht auch dieser: Spreche mit Freunden! Du hast über die Zeit des Konzerts viele Freunde im Publikum sitzen. Keine distanzierten Fremden. Es sitzen Freunde da. Es sind Menschen, zu denen Du in der Zeit des Gigs eine freundschaftliche Bindung aufbauen solltest. Und jetzt überlege Dir, wie Du mit Freunden redest. Und genau so redest Du auch mit dem Publikum. Deine Freunde teilen Deinen Humor, sie verstehen Dich. Rede mit Ihnen als ob ihr zusammen beim Frühstück sitzt oder euch sonstwo trefft. Eben dem Anlass entsprechend. Dann erreichst Du sie auch. Vielleicht nicht jeden der im Publikum sitzt, aber das ist auch nicht schlimm. Die, die Deinen Humor verstehen, die auf Deiner Wellenlänge sind, die erreichst Du umso intensiver.

 

Es ist unheimlich wichtig, seinen eigenen Stil und seine eigene Bühnenpersönlichkeit zu kennen und auszuarbeiten. Dann tust Du Dich einfach viel leichter.

Schreib mir, wenn Du Deine Bühnenpersönlichkeit gemeinsam mit mir ausarbeiten möchtest. Ich freu mich von Dir zu hören!

Alles Liebe und bis bald

-Claudia-

Als Vorbereitung auf ihr Konzert am 07.10.2017 durfte ich heute den Liederkranz Steinenberg besuchen

Mit den Sängerinnen und Sängern des gemischten Chores sowie dem Jugendchor Songfactory habe ich über Performance, Bühnenpräsenz und das Verhalten auf der Bühne gesprochen.

Themen waren die Vorbereitung auf ein Konzert, der Konzert-Ablauf, das Verhalten vor, neben und auf der Bühne, der Gang auf die Bühne und wieder herunter, sowie Do´s und Dont´s auf der Bühne.  Anschliessend konnten die Sängerinnen und Sänger ihre persönlichen Fragen zur Bühnenpräsenz und Performance stellen.

Es war ein interaktiver Tag, mit vielen Gedankenanstössen und Informationen.

Wenn auch Du für Deinen Chor, als Vorbereitung auf ein Konzert oder einfach so, einen Performance Workshop gestalten möchtest, dann melde Dich bei mir!  Einfach per mail an kontakt@claudia-erlenbusch.de

Vielen Dank für die Bilder: Foto-Schaal, 73635 Rudersberg